Das Thema dürfte für die meisten eingefleischten Hundebesitzer bekannt und neu sein.

Bekannt, weil wir das alle kennen, der Hund läuft frei im Garten oder auf einer Wiese, eine Sekunde abgelenkt und schon ist der Vierpfotler verschwunden.

Neu, weil Hundetracker noch relativ neu auf dem Markt sind und erst ein den aktuellsten Versionen wirklich ein zuverlässiges Bewegungsbild liefern können.


Mit dem Einzug meines neuen Welpen stellte sich mir auch die Frage, wie kann ich den Hund beschützen wenn er wegläuft oder sich einfach in seinem jugendlichen Leichtsinn zum hinterherrennen entschließt.

Ganz klar ist, das es vermutlich vollkommen unmöglich ist seinen Hund 24 Stunden am Tag im Auge zu behalten.

Also habe ich mir überlegt welche Methode wohl die beste ist um seinen Hund orten zu können.
Die besondere Herausforderung ist es einen Tracker zu bekommen, der auch bei meinem kleinen Prager Rattler funktioniert und gleichzeitig so klein ist, das der Hund nicht unnötig belastet wird oder der Tracker in stört.


Nach einiger Recherche habe ich 3 Systeme in die engere Wahl genommen:

  1. AirTag (Hersteller: Apple, USA)
  2. Tractive (Hersteller: Tractive GmbH, Österreich)
  3. PawFit 2 (Hersteller: Latsen Technology Ltd., Grossbritannien)

An folgenden Fragen / Kriterien habe ich mich orientiert und getestet:

  • Qualität und Verarbeitung
  • Funktionen der App
  • Qualität der Ortung in Echtzeit
  • Qualität der Bewegungsprofile
  • Zonen oder Zäune definierbar
  • Echtzeitortung im Haus / in der Wohnung
  • Echtzeitortung im freien

AirTag von Apple

Den Anfang machte der Apple AirTag.

Der Grund warum ich mit einemAirTag gestartet bin ist eigentlich ganz einfach: Der AirTag ist im gesamten Vergleich der kleinste und leichteste….mein Hund wog zu dieser Zeit noch keine 2 kg, und die beiden anderen Modelle hätten ihn schlicht „erschlagen“ und behindert.

Inbetriebnahme und erste Erfahrungen

Die Inbetriebnahme war, wie ich es von Apple-Produkten gewohnt bin, einfach und intuitiv.
Nach dem entfernen des Betterieschutzes zeigte mein iPhone innerhalb von Sekunden an, dass ein neues Applegerät in der Nähe ist und ich konnte den Tag direkt mit meinem icloud-Konto verbinden und konfigurieren.
Den Tag mit den Schutzfolien zu bekleben war (bei der kleinen Fläche) ebenfalls kein Problem.
Im dritten Schritt den Tag noch in die Silikonhülle einlegen und am Halsband/Geschirr befestigen.

Insgesamt hat die gesamte Inbetriebnahme keine 5 Minuten in Anspruch genommen und ging ohne Probleme von der Hand.

Funktionen

Der AirTag bietet neben dem normalen Trackingfunktionen auch eine „In der nähe suchen“ Funktion, welche mit Pfeilen und Entfernungsanzeigen die genaue Entfernung und Richtung in Echtzeit anzeigt.
Der AirTag kann einen Signalton abspielen, wenn der Tag in der Nähe des Handys ist.

Material und Handling

Der AirTag kommt in der bei Apple gewohnten sehr guten Verarbeitung und in hochwertigen Materialien daher. Dank der leicht erhältlichen Schutzfolien und der Silikonhülle hat der AirTag den Test ohne große Gebrauchsspuren gut überstanden.

Ortung in Nahbereich
Die Ortung in Nahbereich (hier Bluetoothbereich des eigenen Handys) funktioniert sowohl in Innenbereichen als auch im Gelände gut und zuverlässig. Der Signalton wird, wenn er aktiviert wird, innerhalb von ca einer Sekunde gestartet.

Ortung im Gelände (Fernbereich)
Die Ortung im Gelände ist in einem gut besuchten Park ebenfalls zuverlässig und relativ genau, wenn man aber in einem einsamen Gelände (z. B. im Wald) unterwegs ist wird die Ortung deutlich langsamer und auch ungenauer.
Das hängt mit der Art zusammen, wie ein AirTag arbeitet. Im Gegensatz zu den anderen Trackern im Test hat der AirTag keine eigene Mobilfunkfunktion sondern arbeitet nur mit Bluetooth.
Dieses funktioniert so, das der AirTag von allen iPhones (welche die Wo-ist Funktion nutzen) automatisch geortet wird und die Daten an die Apple-Cloud sendet, diese gibt die GPS Infos dann an das eigene Handy weiter.
Diese Funktionsart führt dann dazu, das z. B. im Wald der Hund gar nicht mehr ortbar sein kann, wenn keine Menschen mit iPhones in der Gegend unterwegs sind.

Betriebsdauer / Stromversorgung und Ladevorgang
Der AirTag ist nicht aufladbar und wird von einer CR2032 Lithiumzelle mit Strom versorgt.
Der Hersteller gibt einen durchschnittlichen Batteriezyklus mit 365 Tagen also einem Jahr an.
Bei schwacher Batterie wird auf dem iPhone des Besitzers ein Push Hinweis angezeigt, das ein Batteriewechsel ansteht.

laufende Kosten und Wartung
Da der AirTag über keine eigene Mobilfunkverbindung verfügt und keine eigene App (die Wo ist App ist automatisch vorhanden, wenn das iPhone registriert wurde) benötigt entstehen keine zusätzlichen Kosten.
Eine Wartung des AirTags ist nicht notwendig, je nach Beanspruchung ist evtl. ein Tausch der Schutzfolien und oder der Silikonhülle notwendig.

Funktionen und Bedienerfreundlichkeit der App / Website
Der AirTag funktioniert mit der Standardapp Wo ist, die auf jedem iPhone automatisch vorhanden ist. Wer die App bisher nicht genutzt und darum gelöscht hat, kann die App kostenlos im App-Store von Apple herunterladen.

Funktionen und Bedienerfreundlichkeit des Trackers
Der AirTag verfügt über keine eigenen Bedienelemente und Anzeigen. Er wird vollständig über das iPhone des Besitzers konfiguriert.
Der Batteriewechsel ist unkompliziert und in wenigen Minuten zu bewerkstelligen.

Mein Fazit

Zusammenfassend in der AirTag die günstigste Lösung (wer hätte das bei Apple Produkten gedacht).
Leider muss man gerade im Aussenbereich, wo der Tracker vorwiegend benötigt wird, sehr viele Abstriche machen.
Für mich ist der AirTag leider kein geeigneter Hundetracker, daher zieht das kleine Teil um und kommt an meinen Schlüsselbund.

Tractive von Tractive GmbH

Als nächstes kam der Tractive zum Einsatz

Der 2. Tracker im Test ist wohl der bekannteste und vermutlich spätestens seit der TV und Internetwerbung mit dem Hundeprofi Martin Rütter jedem Hundebesitzer ein Begriff.

Inbetriebnahme und erste Erfahrungen

Der Tracker kommt in einer stabilen Pappverpackung.

Der Tacker kommt in einem schlichten, schnörkellosen Design daher, und die stabile Silikonmanschette ist so weich, der sich euer Liebling garantiert keine auf oder abgescheuerten Stellen am Fell holt.


Neben dem eigentlichen Tracker enthält die Packung ein spezielles Ladekabel, Bedienungsanleitungen in diversen Sprachen und 4 Telefonnummernaufklebern.
Ich habe mich für die Variante Mitternachtsblau entschieden, dabei ist der eigentliche Tracker schwarz und die Silikonhalterung in blau gehalten.

Zur Inbetriebnahme musste der Tracker erst einmal mit dem magnetischen Ladekabel geladen werden, dieser Vorgang dauert ca 2 Stunden.
In der Ladezeit habe ich mir dann die tractive-App auf mein Handy geladen und den Tracker mit der App verbunden.

Die Konfiguration der App mit dem Tracker gestaltet sich eigentlich sehr einfach, allerdings muss man ein wenig Zeit investieren um sich für das „richtige“ Abomodell und die richtigen Zusatzleitungen zu entscheiden. Hierzu später mehr.

In diesem Fall hat die Inbetriebnahme ca. 130 Minuten gedauert.
Die lange Zeit ist der Ladezeit des Trackers geschuldet. Die eigentliche Konfiguration hat ca. Minuten gedauert und das anbringen am Geschirr hat nochmals 5 Minuten in Anspruch genommen.

Das Tracking im Nahbereich funktionierte einwandfrei und auch im Fernbereich waren die Angaben sehr genau.
Der Tracker bietet eine Licht und Signalfunktion, wobei ich sagen muss, das das Licht aus einer LED besteht, an der man sich nachts orientieren kann (macht aber nur bei totaler Dunkelheit Sinn, da die LED nicht besonders hell ist), der Ton (also ich habe ihn gar nicht gehört, aber mein Hund schien etwas wahrzunehmen) konnten mich als Unterstützung beim finden leider gar nicht überzeugen.

Die Tractive App bietet neben der reinen Ortung auch noch diverse Zusatzfunktionen an. So kann ich mir auf der Karte neben dem aktuellen Standpunkt auch das Bewegungsprofil in den letzten 24 Stunden oder einer anderen Zeitspanne anzeigen lassen.

Sehr informativ ist auch der Aktivitätsmonitor, mit dem ich auf einen Blick sehen kann wieviele Stunden mein Hund Unterwegs und Aktiv war, wie lange er sich ausgeruht (passiv) hat oder wie lange er geschlafen hat.
Aus den eingegebenen Daten zum Tier errechnet die App dann den Kalorienverbrauch (kann bei der Ermittlung der Futtermenge hilfreich sein)

Ausserdem bietet die App noch diverse Challanges an, die nicht unbedingt den Hund aber seinen Besitzer motivieren sollen. In der regionalen Bestenliste kann man sich so ganz nebenbei noch mit anderen Nutzern in der Umgebung messen.

Damit die App all diese Funktionen bietet benötigt man bei Tractive zwingend ein Abo.
Während des Registrierungsprozesses muss man dieses Abp sofort abschliessen, wobei es 2 unterschiedliche Abomodelle mit diversen Laufzeiten von 1 Monat bis 5 Jahren angeboten werden.

Leider bietet Tractive keinen Testzeitraum an, so dass man wirklich die Katze im Sack kaufen muss, denn ein Test der 1 Jahr dauert und ca. 100 Euro kostet in schon eine Hürde, so habe ich mich bei meinem Test für die einzige 1monatsvariante entschieden und nur das Basic-Abo abgeschlossen.

Funktionen

  • Tracking via GPS / GPRS (IoT)
  • Suchhilfe mittels LED
  • Alarmton

Funktionen der App

  • Ortung auf der Karte
  • verschiedene Kartenansichten verfügbar
  • Aktivitätsmessung (Schritte / Kalorienverbrauch / Ruhe- und Aktivzeiten
  • persönliche Challanges
  • Vergleichslisten mit anderen Hunden in der Umgebung / Region / Land …
  • Sichere Zonen
  • virtueller Zaun

Material und Handling

Der Tracker ist mit seinem schlichten Design eher unauffällig und würde, wenn die leuchtendblauen Silikonhalter nicht wären, am Hund fast nicht auffallen.

Insgesamt wirkt der Tracker im matten, abgerundeten Design sehr unauffällig aber stabil.

Nach dem Test wies der Tracker normal Kratzer und Gebrauchsspuren auf, die dank der unauffälligen Designs aber nicht wirklich auffallen.

Ortung in Nahbereich
Die Ortung funktioniert wie versprochen und wird, im Live Modus, durch die kurzen Intervalle sehr genau.

Im Gegensatz zum Apple Air Tag gibt es leider keine wirkliche Nahortung, mit der man z. B. per Pfeil in die Richtung des Tieres gelotst wird.

Ortung im Gelände (Fernbereich)
Eine wirkliche Unterscheidung zwischen Nah nd Fernbereich gibt es bei Tractive nicht, der Tracker arbeitet immer auf der GPS Ebene.

Betriebsdauer / Stromversorgung und Ladevorgang
Ich habe den Tracker insgesamt 10 Tage getestet, dabei musste ich das Gerät insgesamt 3x nachladen, bei einer durchschnittlichen Tragedauer von ca 12 Stunden.

Funktionen und Bedienerfreundlichkeit der App / Website
Zunächst muss man positiv erwähnen, dass der Tractive Tracker der einzige im Test ist, welcher sich sowohl per App als auch via Webbrowser abfragen und benutzen lässt.

Die App ist recht übersichtlich ausgebaut und alle Funktionen sind sauber ins deutsche übersetzt worden.

Neben der Kernfunktion (dem Tracken) bietet die App einige nützliche Funktionen und Steuerungsmöglichkeiten.
Durch definieren von Zielen und der Teilnahme an vorgegebenen Challanges tritt man in eine Art Wettbewerb ein und wird so motiviert den Hund besser auszulasten.
In einer regionalen Rankingtabelle kann der Benutzer sich ausserdem mit anderen Benutzern in seiner Umgebung messen.

Funktionen und Bedienerfreundlichkeit des Trackers
Der Tractive Tracker hat in diesem Sinne keine eigenen Funktionen.

Der Funktionsknopf ist so eingebaut, dass er nicht aus versehen gedrückt werden kann, dieses macht es manchmal etwas schwierig den Netz und GPS Status am Gerät abzufragen wenn der Tracker gerade am Tier ist.

Der Funktionsknopf kann 2 Aktionen auslösen. Durch kurzes Drücken wird der Status an der integrierten LED angezeigt, wenn der Knopf lange gedrückt wird, schaltet man den Tracker aus und ein.

Bilder zum Tractive Tracker und der App

Mein Fazit

Der Tractive bietet einen soliden Tracker, der zuverlässig arbeitet.
Durch sein schlichtes abgerundetes Design bleibt der Hund nicht ständig an irgendwelchen Ästen hängen. Die Silikonhalterung bietet dem Hund einen hohen Tragekomfort.

Der Tractive kann sowohl mit jedem Android oder iOs Handy genutzt und gesteuert werden, bietet aber auch eine Weboberfläche, so das der Hund bei Bedarf auch jederzeit vom PC/Notebook abgefragt werden kann.

Aufgrund der Abmessungen ist der Tracker für kleine Hunde eher nicht geeignet, mein Rattler hatte den Tracker am Geschirr und leider war es dann immer eine ziemliche Fummelei dem kleinen die Leine anzulegen und beim Spazierengehen blieb die Leine immer wieder am Tracker hängen.

Die Batterielaufzeit ist befriedigend, leider habe ich im Test nicht die angegebenen Werte des Herstellers erreicht. Bei meiner Nutzung (ca 12 Stunden eingeschaltet) hat der Akku im Durchschnitt 3 Tage gehalten. Die Benachrichtigung über den niedrigen Batteriezustand kam jeweils rechtzeitig, so das der Tracker abends geladen werden konnte.

PawFit 2 von Latsen Technology Ltd.

Der 3. und letzte Tracker im Test war der PawFit2 von PawFit.

Der Tracker von PawFit verspricht mit einigen interessanten Zusatzfunktionen noch mehr Sicherheit und auch mehr Komfort.

Inbetriebnahme und erste Erfahrungen

Vor der eigentlichen Inbetriebnahme musste auch dieser Tracker natürlich ersteinmal geladen werden.
Zum laden benötigt man eine spezielle (mitgelieferte) Ladestation, in welcher der Tracker wie an der Halsbandbefestigung eingesetzt wird. Eine vollständige Ladung dauert ca 2 Stunden.

Diese Zeit habe ich genutzt um mit die PawFit-App herunterzuladen und zu konfigurieren.
Auch hier ist direkt bei der Trackerkonfiguration der Abschluss eines Abos notwendig. Hier habe ich mich im Test wieder für ein Monatsmodell entschieden. Das Premium-Abo schläft im Monatsmodell mit stolzen 7,50 Euro zu buche, aber bei Abschluss eines 6monats- oder Jahresabos sinkt der Preis auch unter 5 Euro monatlich.

Funktionen

Der PawFit 2 kommt mit einer ganzen Fülle von Möglichkeiten daher.

  • Tracking via GPS und GPRS (IoT)
  • Sprachinformationen für den Finder des Trackers/Tieres
  • Alarmfunktion
  • Orientierungslicht (praktisch beim Gassigehen im dunkeln)
  • Sprachkommandos (Es konnen Stimmbefehle aufgezeichnet werden und mit der App wiedergegeben werden)
  • Tracker-entfernt Warnfunktion
  • Temperaturwarnung

Funktionen der App

Die Trackingkarten zeigen in verschiedenen Ansichten (Standard und Satellit) entweder den aktuellen Standort des Hundes oder eine Bewegungskarte, auf der man den Weg des Hundes verfolgen kann.

Sowohl die Karten- als auch die Satellitenansicht kann herangezoomt werden, so das man den Standort sehr gut und genau eingrenzen kann.

Die App bietet neben den Trackingfunktionen und der Möglichkeit die LED ein und auszuschalten auch die Möglichkeit vorher hinterlegte Sprachbefehle oder einen Alarmton abzuspielen.

Ansonsten bietet die App die Möglichkeit persönliche Schritt-Ziele zu definieren und den Kalorienverbrauch des Hundes zu berechnen.

Material und Handling

Beim Auspacken sticht als erstes das recht edle Design mit der hochglänzenden schwarzen Oberseite und der stabil wirkenden mattweissen Unterseite ins Auge.
Die Halsbandbefestigung besteht aus einer Art Dockingstation, in welche der Tracker fest eingeklippt wird und so nur durch drücken der Entriegelung wieder abgenommen werden kann.
Der Dock wird mit einem schwarzen Unterteil dann am Halsband oder Geschirr befestigt.

Leider besteht das Unterteil aus einem sehr harten Kunststoff, so das es potential für Scheuerstellen am Fell oder auf der Haut gibt. Schade, denn mit einer Silikon- oder anderen Beschichtung auf der Rückseite hätte man diesem gut vorbeugen können.

Auch beim eigentlichen Tracker muss ich leider gerade die edel wirkende Oberseite bemängeln.
Gleich nach dem ersten Rumtoben im freien war aus der edlen Optik eine zerkratzte und minderwertig wirkende Oberfläche geworden.
Schade, ich hatte mich sowohl beim Hersteller als auch im Internet um entsprechende Schutzfolien bemüht, diese sind aber scheinbar aktuell auf dem Markt noch nicht erhältlich.

Ortung in Nahbereich
Die Nahbereichsortung (Funktion: Finden) funktionierte im Test sehr zuverlässig, die Angaben waren genau und wurden regelmäßig aktualisiert.
Leider ist die Richtungsanzeige sehr klein und unauffällig, so das ich diese im Ernstfall (Hund ist weg und ich muss ihm hinterherlaufen) die Anzeige nur schwer ablesen konnte.

Ortung im Gelände (Fernbereich)
Die Bewegungsaufzeichnung klappte im Test ohne Probleme, auch im etwas abgelegeneren Gelände wurden die Bewegungsdaten ordentlich erfasst und an die Cloud übermittelt.

Obwohl die Aktualisierung im „Normalbetrieb“ unregelmäßiger erfolgt (was sinnvoll ist um die Akkulaufzeit zu optimieren) stehen die Daten sehr zeitnah zur Verfügung.

Betriebsdauer / Stromversorgung und Ladevorgang
Der PawFit 2 wird mit einer Art Ladestation geliefert (Dockingsstation und USB Kabel sind im Lieferumfang enthalten), Die Ladestation ist ansich stabil, aufgrund der kleinen Abmessungen und des geringen Gewichts aber nicht sehr standfest.

Der Ladevorgang dauert ca 2 Stunden, ist also problemlos in einer Ruhepause oder über Nacht möglich.

Da der Tracker in der Ladestation genauso eingerastet wird wie an der Halsbandhalterung sind Fehlladungen (z. B. weil ein Stecker nicht korrekt steckt) nahezu ausgeschlossen. Der Tracker zeigt zu Beginn des Ladevorganges ausserdem mittels LED an das der Ladevorgang gestartet wurde.

laufende Kosten und Wartung
Auch der PawFit2 Tracker verursacht monatliche Kosten. Allerdings kann man hier zwischen Laufzeiten von 1Monat bis2 Jahren aus den Modellen Basis und Pramium wählen.

Die laufenden Kosten liegen zwischen 7,49 monatlich und 4,59 monatlich bei 2 jähriger Bezahlung im Premium Abo.

Funktionen und Bedienerfreundlichkeit der App / Website
Im Gegensatz zum Tractive ist bei PawFit keine Trackerortung oder -administration über die Webseite möglich. Die Steuerung erfolgt vollständig über die kostenlos im Play- bzw. Appstore herunterladbare PawFit-App.

Die App ist übersichtlich und man gewöhnt sich schnell an das Handling.

Neben den Steuerungsmöglichkeiten für Licht und Sprachbefehle gibt es in der App auch eine Spaziergehfunktion. Diese Ausflüge kann man sich dann später in einer gesonderten Übersicht nochmals angucken.
Ausserdem kann man während des Spaziergangs durch ankicken Punkte markieren, an denen Man eine Trink- oder Esspause eingelegt hat und wo der Hund sein kleines und großes Geschäft erledigt hat.
Ich habe die Funktion 2 oder 3 mal ausprobiert und dann vergessen. Es ist ziemlich aufwendig die Buttons zu bedienen während man den Kotbeutel rausholt und noch auf den Hund achten muss.

Funktionen und Bedienerfreundlichkeit des Trackers
Der Tracker hat, wie auch schon der Tractive, nur einen Knopf, welcher aber nicht nur zum ein- und ausschalten dient, sondern auch die Information für den Finder abspielen kann. (kurzer Druck= Finder-Info abspielen / langer Druck= Ein- bzw. ausschalten)
Die schwarze Oberseite verbirgt die Info-LED, welche auch als Orientierungslicht genutzt werden kann, und ist somit im ausgeschalteten Zustand nicht zu sehen.

Mein Fazit

Wer sich für den PawFit2 entscheidet, der bekommt einen stabilen, wasserdichten Tracker mit vielen Zusatzmöglichkeiten.

Der Tracker hat in meinem Test (ca 12 Stunden Betriebszeit täglich) mit einer Akkuladung 7 Tage durchgehalten bevor der Akku nur noch einen Balken in der App angezeigt hat. Eine Nachricht habe ich nicht bekommen, wollte es aber auch nicht darauf ankommen lassen.
Damit hält der Akku des PawFit etwas doppelt solange durch wie der des Tractive Trackers.

Aufgrund der Abmessungen ist der Tracker besser zum Tragen am Geschirr bei kleinen Hunden geeignet.
Im Vergleich zum Tractive ist er etwas breiter, dafür aber auch nicht so lang.

Die Halterung ist sicher, durch den Verschlussmechanismus ist das versehentliche verlieren des Trackers fast ausgeschlossen. Leider ist die Gurtbefestigung sehr steif, so das unter Umständen scheuerpotential besteht.


Alle Testkriterien und Bewertungen auf einen Blick

So habe ich bewertet

  • Alle Testbereiche werden von 0-10 Punkten (0= sehr schlecht – 10= sehr sehr gut)
  • Das Gesamturteil wird im Schulnotensystem 1-6 wiedergegeben.
 
AirTag
by Apple
Tractive
by Tractive GmbH

PawFit 2
by Latsen Tech. Ltd.
Produktqualität und Unboxing
10
10
10
Inbetriebnahme
10
7
8
Preis-/Leistungsverhältnis bei Anschaffung
10
7
7

Gesamtkosten der Anschaffung

35,50 Euro

49,90 Euro

64,90 Euro

Konfiguration

AirTag von Apple (28 Euro)
Silikonhalter f. Hundehalsband (5 Euro)
Schutzfolien für AirTag (2,50 Euro)

Tractive 4 Hundetracker (49,90 Euro)

PawFit 2 Hundetracker (64,90 Euro)

Gewicht
9
8
8

zusätzliches Gewicht am Halsband / Geschirr

18,31 gr.

38,87 gr.

40,45 gr.

Akku- Batterielaufzeit
10
8
9

Laufzeit in Tagen

Hersteller: 365 Tage*
Test: - - -

Hersteller: bis 7 Tage*
Test: 3 Tage

Hersteller: 7-14 Tage*
Test: 6 Tage

Bedienerfreundlichkeit

Tracker

5 **
7
8

App / Web

10
9
8
Materialqualität

Tracker

9***
8
6

Halterung / Befestigung

10
8
8
Tragekomfort / Abmessungen

sehr kleine und kleine Hunde

10
5
7
klein und rund, dadurch sehr gut tragbar
schmal aber lang, dadurch gibt es Probleme mit der Nutzung des Geschirrs
eher Quadartisch, dadurch passt er besser ans Geschirr

größere und große Hunde

10
10
10
So klein, das ein größerer Hunde ihn gar nicht bemerkt
ohne jede Einschränkung zu empfehlen
ohne jede Einschränkung zu empfehlen

Meine Wahl – So habe ich mich entschieden

Man muss schon ein bisschen verrückt sein um auf die Idee zu kommen einfach mal privat 3 Hundetracker zu testen…


Bevor wir zu meinem persönlichen Fazit kommen noch der Hinweis
Alle Tracker wurden von mir bezahlt und auch die nowendigen Kosten für die Abos habe ich privat bezahlt. Keines der gestesteten Produkte wurde von einer der Firmen bezahlt oder gesponsert.

Nachdem ich nun 6 Wochen Tracker Tests hinter mir habe muss ich mich entscheiden welcher Tracker Nico und mich demnächst durch den Alltag begleiten wird..

Als erstes flog der AirTag von Apple aus dem Rennen.

Hier musste ich tatsächlich gar nicht lange überlegen.
Wer mich kennt, der weiss dass ich ein eingefleischter Apple Fan bin. Dafür gibt es verschiedene Gründe, aber das ist eine andere Geschichte.

Trotzdem fiel in diesem Fall der AirTag durch, nicht weil das Produkt schlecht ist, sondern weil ich Anfangs falsch gedacht haben.
Der AirTag ist in der Nahortung unschlagbar performant und zuverlässig, aber hat riesige Nachteile bei der Liveortung im Gelände. Daher fiel der AirTag hier leider als ungeeignet durch.

Der AirTag bleibt bei mir weiter im Einsatz!
Ich habe mir einen AirTag Schlüsselanhänger von Bluestein aus Leder bestellt und der AirTag ist ab jetzt an meinem Schlüsselbund im Einsatz.

Die Entscheidung zwischen Tractive und PawFit 2

Nach dem Ausscheiden des Apple AirTags blieb also nur noch die Entscheidung zwischen den beiden „echten“ Tiertrackern im Vergleich.

Vorweg sei noch gesagt, dass dieses meine persönliche Entscheidung für meinen Hund und mich war.
Beide Tracker haben Ihren Dienst zuverlässig verrichtet und wenn ich einen anderen Hund hätte, würde die Entscheidung vermutlich auch anders ausfallen können.

In der reinen Funktionalität sind beide Tracker gleichwertig gut, die Unterschiede bei den Synchronisationszeiten sind maginal und können in der Realität vernachlässigt werden.
Auch der der Batterielaufzeit war ich mit beiden Trackern zufrieden. Es ging mir hier nicht um die reine Laufzeit, denn aus meiner Sicht ist es egal ob der Tracker 1x oder 2x pro Woche geladen werden muss. Viel wichtiger ist es aus meiner Sicht, dass ich mich auch die Akkuinformationen verlassen kann, so dass ich mit der Restladung immer noch über den restlichen Tag komme und der Tracker nicht zwischendurch wegen mangelnder Energie seine Arbeit verweigert.

Für mich waren am Ende tatsächlich 3 Dinge wichtig:

  1. Die laufenden Kosten
  2. Der Tragekomfort
  3. Die Zusatzfunktionen

Und hier konnte aus meiner Sicht der PawFit2 gegenüber dem Tractive klar Punkte machen.

Die laufenden Kosten für ein Basic-Monatsabo kostet beim Tractive Modell etwa doppelt soviel wie beim PawFit Modell das Premiumabo. Klar die Kosten reduzieren sich bei beiden Trackern auf unter 5 Euro/Monat wenn man eine entsprechend lange Laufzeit wählt, aber auch hier war der PawFit immernoch leicht im Vorteil.

Was den Tragekomfort angeht, kann ich nur für meinen Hund sprechen und da hat der PawFit wegen seiner geringeren Länge klare Vorteile.
Bei einem größeren Hund ist dieser Punkt komplett uninteressant, aber bei einem kleinen Hund machen ein paar Zentimeter halt einen Unterschied.

Bei den Zusatzfunktionen liegt der PawFit eindeutig vor dem Tractive, denn eine Sprachinfo für Finder gibt es bei Tractive ebensowenig wie die Möglichkeit Sprachbefehle aufzuzeichnen.

Ein klarer Punkt hingegen geht an den Tractive was die Materialqualität angeht!
Der Tractive in auf einem stabilen Kunststoff hergestellt und durch sein unauffälliges Design fällt ein kleiner Kratzer nicht auf und beeinträchtigt den Geamteindruck nicht.
Hier hat der PawFit mich leider enttäuscht, da der edle Gesamteindruck welcher vor allem durch seine schwarze Hochglanzoberseite entsteht, bereits nach der ersten Spielrunde draussen tiefe Kratzer bekommen hatte.

Insgesamt konnte mich der PawFit 2 aber mehr überzeugen und daher wird dieser meinen Hund ab sofort begleiten und mir ein Gefühl von Sicherheit geben.


Anmerkungen

*= basiert auf den Angaben des Herstellers auf der Website oder in der Anleitung